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Den meisten wird Reinhold Beckmann vor allem als Talkshow-Moderator oder aus der Sportschau im Ersten bekannt sein. Aber er kann auch Musik. Und das stellt er am 7. Juni in der Burgberghalle in Battenberg unter Beweis. Dann stellt er zusammen mit seiner Band im Rahmen des Kultursommers Nordhessen unter anderem sein neuestes Album "Freispiel" vor. 

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Als einer von 14 Landessiegern ist Frankenberg (Eder) bei dem hessischen Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ (AidM) ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung am 17. April in Bad Camberg haben die Projektverantwortlichen den Preis von Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz entgegengenommen. Hinz übergab Fördermittel in Höhe von insgesamt 160.000 Euro für Projekte, die zur Vitalisierung und Attraktivitätssteigerung der hessischen Innenstädte beitragen.

„Ich freue mich sehr, dass die Kommunen gemeinsam mit den privaten Initiativen das Motto „Mein Lieblingsort mit Wohlfühlklima!“ auf ihre ganz eigene Art und Weise aufgegriffen haben. Insbesondere die Filme zeigen das große Engagement der Menschen, die sich für ihre Innenstadt einsetzen“, so die Ministerin bei der Preisverleihung.

Für die „Frankenberger Sofageschichten“, eingereicht vom Netzwerk Integration Frankenberg e. V., der Stadt Frankenberg (Eder) und weiteren Partnern, stehen von Juni bis Oktober 2018 jetzt bis zu elf Veranstaltungen rund um das Thema auf dem Programm. Dafür gibt es im Rahmen des Wettbewerbs eine Förderung in Höhe von 4.400 Euro.

Den Machern geht es vor allem darum, an (potenziellen) Lieblingsorten mehr Aufenthaltsqualität und Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, Besucher für die Frankenberger Geschichte(n) zu begeistern und ein abwechslungsreiches Veranstaltungspaket auf die Beine zu stellen.

Schauplätze sind verschiedene historische Gebäude wie das Rathaus, das Steinhaus und das ehemalige Kloster Georgenberg, die im Rahmen der Veranstaltungen mit der modernen Vielfalt der Stadt verknüpft werden sollen.

Verbindendes Element ist 2018 in Frankenberg (Eder) ein rotes Sofa, das bei allen AidM-Veranstaltungen mit dabei sein wird. Das Sofa ist für viele per se ein Lieblingsort, „ein Ort der Ruhe und Entspannung, des gemeinsamen Essens und Trinkens, aber auch ein Ort der Kommunikation und des generationsübergreifenden Austauschs – über Kunst, Kultur, Alltag, Tradition und Moderne. Vom Sofa aus können wir in die Welt schauen und die Welt kann auf dem Sofa zusammenkommen“, heißt es im Frankenberger Projektantrag.

Gemeinsam eingereicht hatten die Bewerbung die Marktgemeinschaft des Wochenmarktes der Landfrauen, das Netzwerk Integration Frankenberg, das Museum im Kloster Frankenberg, die Naturschutzjugend, die Frankenberger Künstlerin Canan-Arzu Akin, Jugendhaus und Stadtbücherei sowie die städtische Wirtschaftsförderung.

Erst im letzten Jahr hatte Frankenberg mit dem Wochenmarkt der Landfrauen einen der begehrten Förderpreise gewonnen. (PM)

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Zu einer Exkursion nach Todenhausen und Wiesenfeld lädt das Landesamt für Denkmalpflege Hessen am Sonntag, den 6. Mai 2018 ein. 

Wiesenfeld im Burgwald und Todenhausen nördlich von Marburg sind zwei sehr unterschiedliche Hugenotten- und Waldenserorte. Todenhausen wurde 1720 als Kolonie für Glaubensflüchtlinge neu gegründet. Die planmäßige Anlage mit regelmäßiger Bebauung ist dem Ort heute noch anzusehen.

In Wiesenfeld hingegen gab es bereits eine bis ins 13. Jahrhundert zurückreichende Niederlassung eines geistlichen Ritterordens, die im Zuge der Reformation aufgehoben worden war. 1755 fanden 23 Flüchtlingsfamilien in Wiesenfeld ein neues Zuhause. Sie übernahmen die älteren Gebäude (das Steinhaus von 1507, die gotische Kirche von 1260), errichteten aber auch neue Fachwerk-Wohnhäuser.

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Im Rahmen von Ortsbesichtigungen soll den Umständen der Ansiedlung und den Lebensverhältnissen der Hugenotten und Waldenser im 18. Jahrhundert nachgespürt werden. Auch die denkmalpflegerischen Herausforderungen zum Erhalt der Siedlungen werden Thema der Exkursion sein.

Das Programm der Exkursion: 

9:30 Uhr Treffen in Marburg (Bahnhof), Busfahrt nach Todenhausen

10:00 - 11:30 Uhr       Ortsbesichtigung in Todenhausen (Wetter)

Rundgang durch das alte (Deutsch Todenhausen) und das neue Dorf (Colonie Todenhausen) mit Vergleich der Ortsstruktur, Besichtigung des Temples und der Alten Schule von Todenhausen

11:30 – 12:00 Uhr     

Mittagsimbiss an der Alten Schule Todenhausen mit Möglichkeit zur Besichtigung des Archivs

12:00 – 12:30 Uhr     

Busfahrt zum Koloniegedenkstein Wiesenfeld

12:30 – 13:30 Uhr     

Wanderung zum Koloniegedenkstein, der an den ersten Ort der Flüchtlingsansiedlung erinnert, und weiter nach Wiesenfeld

13:30 Uhr                     

Ankunft in Wiesenfeld

14:00 – 15:30 Uhr     

Ortsbesichtigung in Wiesenfeld (Burgwald)

Erkundung der Kirche und ihrer wechselvollen Geschichte (Jo- hanniterkirche, Scheune, Tempel der Hugenotten), Ortsrundgang mit Höfen an der Landgraf-Karl-Straße und dem 1838 translozierten, ehemaligen Schulhaus von Wiesenfeld

Erfrischung mit Kaffee und Kuchen

16:48 Uhr Rückfahrt mit dem Zug nach Marburg

17:23 Uhr Ankunft in Marburg (PM)

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Rund 40 Studierende der Hochschule Hannover, Fachrichtung Modedesign, waren jetzt für zwei Tage zu Besuch in Frankenberg (Eder). Anlass war der Auftakt zu einem gemeinsamen Projekt der Stadt mit der Hochschule. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die regionale Tracht in all ihren Facetten – unter anderem mit dem Ziel, die regionale Identität zu stärken.

Über drei Semester hinweg werden sich Studierende mit Trachten aus Frankenberg und der Region auseinandersetzen, sie analysieren, mit traditionellen Elementen experimentieren und alles neu betrachten.

„Wir Modedesigner sind Piraten“ gestand entsprechend auch Martina Glomb, seit 2005 Professorin für experimentelle Mode in Hannover und Mitinitiatorin des Projektes. Sie selbst hat unter anderem über zehn Jahre als Designerin für Vivienne Westwood gearbeitet. Gleich vier Kollegen hat sie mit an Bord geholt: Prof. Johannes Assig, Spezialist für Männermode, die Lehrkraft für besondere Aufgaben Sun Jong An als Expertin für avantgardistische Mode, den Experten für analoge und digitale Illustration, Prof. Volker Feyerabend, und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Beatrix Landsbek. Begleitet wurde die Delegation außerdem von Fotografie-Studierenden, die das Projekt dokumentieren.

Eine eigene Frankenberger Tracht gibt es nicht, in der Region sind vor allem die Bunstruther Tracht sowie die Marburger Evangelische Tracht verbreitet. Bei einem gemeinsamen Termin erklärte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß – selbst in Tracht: „Wir wollen mit dem Projekt nicht die Tracht neu erfinden, oder gar die existierenden Trachten verdrängen – im Gegenteil. Es geht darum, die regionale Tracht zum Thema zu machen.“ Er könne nicht verstehen, warum man als Nordhesse auf Lederhose und Dirndl zurückgreifen müsse, wenn man sich in Tracht kleiden wolle. „Wir möchten auch die ‚Nicht-Trachtenträger‘ dafür begeistern, sich mit dem Thema Brauchtum zu befassen.“

Einerseits geht es im Projekt für die Studierenden darum, aus den traditionellen Trachten, Mustern, Materialien und regional hergestellten Stoffen einzelne Elemente herauszulösen und daraus neue Mode zu kreieren – klassisch, alltagstauglich, avantgardistisch, oder auch experimentell.

Andererseits geht es darum, hier vor Ort durch das Einbeziehen traditioneller wie auch neuer Stoffe (z. B. Flachs und Denim), historischer Drucktechniken wie dem Blaudruck, traditioneller Muster und Borten eine neue Wertschätzung von Tradition, lokaler Identität und auch lokaler Produktion zu erreichen – alles insbesondere auch unter Berücksichtigung nachhaltiger Strategien und Techniken wie Zero Waste, Slow-Fashion, Upcycling, etc.

Bei der professionellen Modenschau rund um das zehntürmige Frankenberger Rathaus, voraussichtlich im Mai 2019, wird ein Teil der Ergebnisse zu sehen sein. Was sonst dabei an Konkretem herauskommt, das „bleibt abzuwarten – dafür ist es ein Forschungsprojekt – aber wir sind sehr gespannt“, blickte Bürgermeister Heß erwartungsvoll nach vorne. „Das Gesamtkonzept passt auf jeden Fall auch hervorragend zu unseren aktuellen Themen Gemeinwohlökonomie und Nachhaltigkeit.“

Dafür wird mit lokalen und hessischen Museen, Unternehmen und Fertigungsbetrieben kooperiert. Auch die örtlichen Schulen sollen nach Möglichkeit mit eingebunden werden und von dem Projekt profitieren: Workshops zum Thema Nachhaltigkeit in der Mode und im Konsum sowie kleinere Projekte im Bereich Design und Fertigung von Mode sind vorgesehen. Auch sollen Schülerinnen und Schüler in die als Projekthöhepunkt geplante Modenschau mit eingebunden werden.

Dass Brauchtum und Tracht in der Region durchaus keine Themen „von gestern“ sind zeigt sich auch daran, dass erst am Wochenende der Deutsche Trachtentag in Marburg stattgefunden hat. Dort verlieh der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier persönlich das Prädikat „Tracht des Jahres“ an die auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg weit verbreitete Marburger Evangelische Tracht. Bouffier ist auch Schirmherr des internationalen Folkorefestivals Europeade, das vom 17.–21.07.2019 in Frankenberg (Eder) stattfinden wird.

Die Studierenden aus Hannover, darunter auch einige Gaststudenten aus dem europäischen Ausland, hatten am gemeinsamen Abend selbst Gelegenheit, sich mit historischen und nachgeschneiderten Trachten einzukleiden. Mit dabei waren auch Angela Paulus, Leiterin der Fachgruppe Brauchtum und Trachten der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT), sowie Thomas Schmidtmann von der Landjugend Haubern als lokale Vertreter.

Auf dem Programm der Studierenden, die während des Besuches in der Jugendburg Hessenstein untergebracht waren, standen außerdem eine Stadtführung in Frankenberg (Eder) sowie verschiedene Museen in der Region: das Museum im Kloster Frankenberg, das Thonet Museum, das Hessische Landesmuseum Kassel sowie der Besuch der Historischen Weberei Egelkraut in Schwalmstadt und des Museums Ziegenhain. Ziel war es, Land und Leute kennenzulernen und möglichst viele Eindrücke aus Frankenberg (Eder) und der Region mitzunehmen – um sie anschließend kreativ zu verarbeiten.

Über die HS Hannover:

Die HS Hannover ist wissenschaftlicher Partner des Projekts. Im Studiengang Modedesign an der Fakultät III in Hannover  hat man sich bereits in der Vergangenheit ausführlich mit regionaler Tracht beschäftigt – unter anderem in dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ im Schaumburger Land. Darüber hinaus wird in diesem Studiengang eine nachhaltige Designstrategie verfolgt und gelehrt, unter Einbeziehung lokaler Ressourcen und Betriebe, Handwerkstechniken und Traditionen, mit innovativen Konzepten zu Upcycling, Zero Waste und nachhaltigem Konsum.

Die Abteilung Design und Medien bietet verschiedene Studiengänge unter einem Dach an: Mode- sowie Produktdesign, Innenarchitektur, Visuelle Kommunikation, Fotojournalismus und Dokumentarfotografie und einige mehr.(PM)

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Der große Schauspieler Mario Adorf ist auch in diesem Jahr wieder zu Gast beim „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“, dessen Schirmherrschaft er gemeinsam mit dem Schriftsteller Friedrich Christian Delius innehat. Am Samstag, dem 21. April 2018, erzählt Adorf bei einer Veranstaltung im Hotel Die Sonne in Frankenberg über die neueste Fernsehproduktion, an der er mitgewirkt hat: einer Dokumentation des ZDF mit dem Titel „Karl Marx – der deutsche Prophet“,  die am 1. Mai aus Anlass des 200.Geburtstags des Philosophen ausgestrahlt wird. Marx wird in dieser TV-Doku als alter Mann bei einer Reise nach Algier und Monte Carlo gezeigt und von Mario Adorf verkörpert.

Diese bisher kaum beachtete Episode im Leben des Begründers des Kommunismus spielte ein Jahr vor seinem Tod. Der ewig kränkelnde Privatgelehrte suchte 1882 auf Anraten seiner Ärzte Heilung von einer Rippenfellentzündung und anderen Leiden im angenehmen Klima des Mittelmeers. Dabei ließ er sich bei einem Barbier  in Algier „den Prophetenbart und die Kopfperücke wegräumen“, wie er seinem Freund Friedrich Engels schrieb.

Marx blieb in Algier zwei Monate und reiste dann nach Monte Carlo weiter. Dort ging der Theoretiker des Kapitalismus auch ins berüchtigte Spielcasino – und gewann ein hübsches Sümmchen. Über die Dreharbeiten und die damit verbundenen Herausforderungen berichtet Mario Adorf im Gespräch mit der „Spiegel“-Journalistin Bettina Musall. Es geht dabei auch um den berühmten Bart des „deutschen Propheten“…

Das Programm des nordhessischen Literaturfestivals, das in diesem Jahr vom 13. bis zum 22. April stattfindet, ist damit komplett. Wie die Veranstalter, drei Premium-Hotels aus der Region Waldeck-Frankenberg mitteilten, werden bei dieser siebten Ausgabe des „Literarischen Frühlings“ wieder mehr als 3.000 Besucher erwartet. Zu den bisher schon verpflichteten Autoren zählen neben den aktuell sehr erfolgreichen Schriftstellerinnen Monika Maron und Petra Morsbach und dem vielfach ausgezeichneten Lyriker Jan Wagner  auch der als CDU-Querdenker bekannte Politiker Kurt Biedenkopf sowie der Karl-Marx-Biograph Jürgen Neffe,  der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube und der Schauspieler Walter Sittler. Auch Friedrich Christian Delius als zweiter Schirmherr ist wieder mit von der Partie und liest aus seinem neuesten Buch über seine Jugend in Korbach.

„Das Programm ist sehr anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich“, erklärte die Journalistin und Schriftstellerin Christiane Kohl, eine der Organisatorinnen des Festivals. Die Resonanz wachse stetig. „Für viele Bewohner der Region ist es inzwischen nachgerade ‚ein Muss‘, Veranstaltungen des Literarischen Frühlings zu besuchen“, berichtete Kohl, die als Geschäftsführerin des Romantitk Hotels Landhaus Bärenmühle gemeinsam mit den Hotel Die Sonne Frankenberg und dem Hotel Schloss Waldeck das Festival veranstaltet. „Auch aus den Ballungsgebieten rundum, ob Frankfurt, Köln oder Hannover, Münster oder Göttingen ziehen wir immer mehr Besucher an“, berichten die Hoteliers.  „Das Festival erhöht spürbar die Attraktivität unserer Region.“

Zu den zeitgenössischen Autorinnen und Autoren, die beim Festival aus aktuellen Werken lesen,  zählen auch Hans Pleschinski, Petra Reski und Lilian Loke. Zu Gast sind ferner der Politologe Wolfgang Kraushaar, Experte für die Studentenbewegung von 1968,  und der Marburger Theater-Intendant Matthias Faltz. Einen Blick in die Zeit der Brüder Grimm werfen die Bestseller-Autorin Tanja Kinkel mit einem historischen Krimi und die Kulturwissenschaftlerin Andrea Linnebach, die den Erfinder des Freiherrn von Münchhausen vorstellt. Einen besonderen Akzent setzt wiederum der Frankfurter Theatermacher Michael Quast, der in einem alten Kuhstall gemeinsam mit dem nordhessischen Schlagwerker Olaf Pyras das lautlose Sterben der Insekten literarisch-musikalisch behandelt.  

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wurde 2012 gegründet und findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Die Veranstalter werden von mehr als 20 Firmen und Institutionen aus der Region organisatorisch, finanziell und ideell unterstützt. Das detaillierte Programm ist auf der Website  www.literarischer-fruehling.de zu finden. Dort können auch Eintrittskarten reserviert werden, ebenso in den drei veranstaltenden Hotels sowie bei der Kur- und Tourist-Information in Bad Wildungen sowie in den Geschäftsstellen der HNA und der Waldeckischen Landeszeitung.(PM)

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Beim „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wird auch in diesem Jahr wieder ein hochkarätiger Politiker zu Gast sein. Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, erwarten sie für Sonntag, den 22. April 2018, den letzten Tag des Festivals, den langjährigen sächsischen Ministerpräsidenten und früheren Industriemanager Professor Dr. Kurt Biedenkopf bei einer Matinee im Hotel Schloss Waldeck. Der mittlerweile im Ruhestand lebende Biedenkopf gilt als einer der führenden Intellektuellen des bürgerlichen Lagers und war als CDU-Generalsekretär von 1973-77 auch ein enger Weggefährte des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl.

„Was Kurt Biedenkopf uns über die aktuelle politische Lage in Deutschland, über die Wirrnisse und Herausforderungen der Gegenwart und über deren Hintergründe zu sagen hat, geht weit über das Niveau der täglichen Talkshows im Fernsehen hinaus“, erklärte dazu die Autorin und Journalistin Christiane Kohl im Namen der Veranstalter. „Wir sind sehr froh darüber, dass er als einer der führenden CDU-Politiker der vergangenen Jahrzehnte uns sein Kommen zugesagt hat. Schon im vorigen Jahr haben wir bei der Veranstaltung mit Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Peter Gauweiler (CSU) erlebt, dass ein politischer Diskurs auf hohem Niveau von unserem Publikum sehr geschätzt wird.“ 

Professor Biedenkopf wird nach Angaben von Christiane Kohl bei seinem Auftritt im Hotel Schloss Waldeck von einem der profiliertesten deutschen Journalisten interviewt: Hans Werner Kilz, dem langjährigen Chefredakteur des „Spiegel“ und der Süddeutschen Zeitung. Kilz wirkte auch schon in früheren Jahren mehrfach beim „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ als Moderator mit.

Liliane Loke
Liliane Loke ©Christoph Mukherjee

Als weiteren interessanten Gast kündigte Christiane Kohl eine junge Schriftstellerin aus München an, „die noch eine große Zukunft vor sich hat“. Es ist die 32-jährige Lilian Loke, die vor drei Jahren mit einem fesselnden Roman aus dem Leben eines Immobilien-Maklers („Gold in den Straßen“) großes Aufsehen erregte und mehrfach dafür ausgezeichnet wurde. Diesmal präsentiert sie ihr neues Werk „Auster und Klinge“, dessen schillernden Hintergrund das gastronomische Gewerbe bildet. „Ein rasantes Stück Erzählkunst, mitten aus dem Leben, wie gemacht für den Literarischen Frühling‘“, sagte Christiane Kohl.

Die Journalistin ist auch Geschäftsführerin des Landhauses Bärenmühle in Ellershausen, das gemeinsam mit dem Hotel Die Sonne Frankenberg und dem Hotel Schloss Waldeck seit 2012 den„Literarischen Frühling“ veranstaltet. Dabei werden die drei Premium-Hotels aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg von rund 20 Firmen und Institutionen der Region organisatorisch, finanziell und ideell unterstützt. In diesem Jahr findet das Festival bereits zum siebten Mal statt.

Zu den Gästen, die vom 13. bis 22. April auftreten, gehören neben Kurt Biedenkopf und Lilian Loke unter anderen der Lyriker und diesjährige Büchnerpreisträger Jan Wagner und der Schauspieler Walter Sittler sowie die Romanautorinnen und –autoren Petra Morsbach, Tanja Kinkel, Monika Maron, Hans Pleschinski und Petra Reski, ferner der Wissenschaftsautor und FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube und der Bestsellerautor Jürgen Neffe. Auch Friedrich Christian Delius, der gemeinsam mit Mario Adorf die Schirmherrschaft des Festivals innehat, präsentiert wieder ein neues Werk, das diesmal auch Erlebnisse aus seiner Jugendzeit aus Korbach verarbeitet. 

Bei der Küchenlesung im Restaurant „Philip Soldan“ des Hotels Die Sonne Frankenberg wirkt in diesem Jahr erstmals der Schauspieler, Regisseur und Marburger Theaterintendant Matthias Faltz mit. Und ein besonderer Leckerbissen verspricht auch wieder der Auftritt des Frankfurter Theater- und Aktionskünstlers Michael Quast in einem alten Kuhstall in Ellershausen zu werden.

Gemeinsam mit dem Komponisten und Schlagzeuger Olaf Pyras aus Gudensberg behandelt er diesmal das lautlose Sterben der Insekten. Einige der Autoren treten auch in diesem Jahr wieder vor Schulklassen auf.

Das detaillierte Programm des „Literarischen Frühlings 2018“ ist auf der Website www.literarischer- fruehling.de nachzulesen. Dort können auch Eintrittskarten reserviert werden, ebenso wie in den drei veranstaltenden Hotels sowie bei der Kur- und Tourist-Information in Bad Wildungen und in den Geschäftsstellen der HNA und der Waldeckischen Landeszeitung.

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Zum „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ werden im nächsten Frühjahr  weitere hochkarätige Autoren erwartet. So wird am Samstag, dem 21. April, die Schriftstellerin Monika Maron zu Gast sein, die in einem neuen, turbulenten Roman „ein Stimmungsbild unserer Zeit“ entwirft, wie der Fischer-Verlag schreibt.

Zudem erwarten die Veranstalter, drei Hotels aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, den Politikwissenschaftler und Historiker Wolfgang Kraushaar, der als „der“ Experte für die Zeit der Studentenrevolte von 1968 gilt.  Der Forscher, der aus Nordhessen stammt, beleuchtet in seinem neuesten Buch, das im Frühjahr passend zum 50. Jahrestag dieses Schlüsseljahres erscheint,  „die blinden Flecken der 68er Bewegung“.

Monika Maron, die als Stieftochter eines hohen SED-Funktionärs bis 1988 in der DDR lebte und dann nach Hamburg übersiedelte, wurde 1981 mit ihrem ersten Roman „Flugasche“ bekannt. Er setzte sich am Beispiel des Chemie-Standortes Bitterfeld kritisch mit den Umweltkatastrophen und dem Regime in der DDR auseinander und konnte deshalb nur im Westen erscheinen.

In jüngerer Zeit hat die Autorin sich wiederholt auch kritisch über Bundeskanzlerin Angela Merkel geäußert und den Meinungsdruck der westdeutschen Linken beklagt, die ostdeutsche Bürger wegen deren hoher Zustimmung zur AfD als „Abgehängte“ diffamierten.  

Wolfgang Kraushaar, geboren in Niederurff, einem Ortsteil von Bad Zwesten, absolvierte seine Gymnasialausbildung in Fritzlar und studierte ab 1968 an der Universität Frankfurt am Main, wo er 1974/75 Vorsitzender des Allgemeinen Studenten-Ausschusses (AstA) war. Von 1987 bis 2015 war er am Hamburg Institut für Sozialforschung tätig. Ausgiebig erforschte er die 68er Bewegung und die aus ihr hervorgegangenen linksterroristischen Gruppen, erst jüngst veröffentlichte er dazu das Buch „Die blinden Flecken der RAF“.

Wie die Autorin und Journalistin Christiane Kohl im Namen der drei Veranstalter – Hotel Die Sonne Frankenberg, Hotel Schloss Waldeck und Landhaus Bärenmühle – weiter mitteilte, konnten außer diesen beiden zusätzlichen Autoren auch wieder prominente Moderatoren für den Literarischen Frühling 2018 gewonnen werden. Neben dem Literaturkritiker Denis Scheck ist dies unter anderen der langjährige ZDF-Moderator Wolfgang Herles.

Bei der Küchenlesung im Restaurant „Philip Soldan“ des Hotels Die Sonne Frankenberg wirkt im nächsten Jahr erstmals der Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant Matthias Faltz aus Marburg mit, der eine Lesung aus dem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Ocar Wilde in Szene setzt – eine ironische Anspielung auf das Chaos bei den Tories in London wegen des Brexit-Prozesses.

Als weiterer Gast aus der Region hat der Komponist und Schlagwerker Olaf Pyras aus Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis seine Teilnahme zugesagt. Der vielfach ausgezeichnete Musiker präsentiert gemeinsam mit dem Frankfurter Theater- und Aktionskünstler Michael Quast am Donnerstag, dem 19. April, in Metzen Altem Kuhstall in Ellershausen eine literarische Revue über die Poesie der Insekten. Mit Prosatexten und Gedichten ruft Michael Quast das derzeit beobachtete Verschwinden der Insekten ins Bewusstsein, Olaf Pyras unterstützt ihn dabei mit akustischen Mitteln und imitiert auf verschiedenste Weise die Geräusche, die Insekten erzeugen.

Zu den weiteren Gästen des „Literarischen Frühlings 2018“ gehören, wie bereits angekündigt,  der Lyriker Jan Wagner, der Schauspieler Walter Sittler, die Romanautorinnen und –autoren Petra Morsbach, Tanja Kinkel, Hans Pleschinski und Petra Reski, sowie der Wissenschaftsautor und FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube und der Bestsellerautor Jürgen Neffe.

Auch Friedrich Christian Delius, der gemeinsam mit Mario Adorf die Schirmherrschaft des Festivals innehat, präsentiert wieder ein neues Werk, das diesmal auch Eindrück seiner Jugendzeit aus Korbach verarbeitet. Delius war in Korbach bis zum Abitur als Sohn des evangelischen Pfarrers aufgewachsen.

Das detaillierte Programm des „Literarischen Frühlings 2018“ ist auf der Website www.literarischer-fruehling.de nachzulesen. Dort können auch Eintrittskarten reserviert werden, ebenso wie in den drei veranstaltenden Hotels sowie bei der Kur- und Tourist-Information in Bad Wildungen und in den Geschäftsstellen der HNA und der Waldeckischen Landeszeitung.

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ war 2012 von den drei Hotels – Hotel Die Sonne Frankenberg, Hotel Schloss Waldeck und Landhaus Bärenmühle Ellershausen – gegründet worden und wird materiell, finanziell und ideell von rund 20 Firmen und Institutionen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg unterstützt.  In den vergangenen Jahren hatten die Veranstaltungen jeweils insgesamt

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Der Frankenberger Schüler Kim Malte Geschwill von der Edertalschule Frankenberg hat beim hessenweiten Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ mit seiner Kurzgeschichte einen 1. Preis erreicht. Bei der offiziellen Preisverleihung am 2. Dezember im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt/Main gehörte auch der Frankenberger Stadtrat Harald Rudolph zu den Gratulanten. Er überbrachte stellvertretend für Bürgermeister Rüdiger Heß die Glückwünsche aus der Heimat und überreichte dem stolzen Gymnasiast auch ein Geschenk.

Alle insgesamt 20 Preisträgerinnen und Preisträger trugen ihre Werke im Theatersaal des Künstlerhauses selbst vor, bevor sie Urkunden und Sachpreise entgegen nehmen konnten. Kim Malte Geschwill war in der Altersgruppe der 12- und 13-Jährigen angetreten und die Freude über den Erfolg war ihm anzusehen.

Seine von der sechsköpfigen Jury ausgewählte Geschichte trägt den Titel „Der Diebstahl“. Gemeinsam mit den anderen prämierten Werken wird die Geschichte jetzt in einem Buch veröffentlicht. Auch im kommenden Jahr möchte das Frankenberger Nachwuchstalent wieder an dem Schreibwettbewerb teilnehmen.

Der Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ ist eine Kooperation des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e. V. sowie mit der Hessischen Leseförderung. Der Wettbewerb richtet sich an alle 12- bis 15-Jährigen hessischen Schülerinnen und Schüler. Eingereicht werden können dort sowohl selbst geschriebene Geschichten als auch Gedichte.

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Frankenberg vor 500 Jahren – das war der kleine Kosmos eines Ackerbürger-städtchens mit rund 1000 Einwohnern. In den Straßen stank der Kot, es tummelten sich Hunde und Schweine. Die miserablen hygienischen Verhältnisse lösten immer wieder Epidemien aus, etwa die Pest.

Die meisten Menschen ernährten sich von der Landwirtschaft, doch gab es auch mehrere Dutzend Handwerker, unter ihnen als wichtigstes Gewerbe die Wollweber und Tuchmacher.

Ihre wirtschaftliche Blütezeit hatte die Stadt um 1500 allerdings schon hinter sich. Eine Feuersbrunst hatte am 9. Mai 1476 fast alle Häuser zerstört. Der Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte, erst 1509 wurde ein neues Rathaus errichtet – als Fachwerkbau im Stil der Renaissance, der bis heute zu den schönsten Rathäusern in Deutschland zählt. Das Gebäude steht als Symbol für eine kulturelle Blütezeit, die nicht zuletzt der Bildhauer und Formenschneider Philipp Soldan (etwa 1500-1570) als wichtigster Frankenberger Künstler repräsentiert.

Soldans Wirken und sein Zeitalter stehen im Blickpunkt einer Veranstaltung, zu der der Frankenberger Kunsttreff an diesem Freitag, dem 20. Oktober, um 17:00 Uhr in seine Räume am Geismarer Tor einlädt.

Der Stadtarchivar Dr. Horst Hecker wird im zwanglosen Gespräch mit dem Journalisten Klaus Brill die Zeit zwischen 1470 und 1570 beleuchten und dabei insbesondere das Alltagsleben und die damals einsetzende kulturelle Blüte schildern. „In der Frankenberger Stadtgeschichte war dies die interessanteste Epoche, und sie prägt das Bild und das Selbstverständnis der Stadt bis heute“, sagt Dr. Hecker.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der großen Philipp-Soldan-Ausstellung, die noch bis zum 31. Oktober im Museum am Kloster, im Rathaus und am Geismarer Tor zu sehen ist. Der Eintritt ist frei (PM)

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Dienstag, 04 Juli 2017 15:40

Der Bildhauer der Reformation

In Frankenberg (Eder) wird am 16. Juli eine große Ausstellung über den Renaissance-Künstler Philipp Soldan eröffnet – Er verbreitete Luthers Botschaften auf eisernen Ofenplatten 

In seiner Heimatstadt Frankenberg (Eder) in Nordhessen wird der Renaissance-Künstler Philipp Soldan in diesem Sommer erstmals mit einer großen Ausstellung als „Bildhauer der Reformation“ gewürdigt. Die Werkschau wird am Sonntag, dem 16. Juli 2017, um 12:00 Uhr im Fachwerk-Rathaus der Stadt eröffnet und dauert bis zum Reformationstag am 31. Oktober, dem 500. Jahrestag der Verkündung von Martin Luthers 95 Thesen.

Wie die Träger des Projektes mitteilten, werden an drei historischen Orten in Frankenberg verschiedenste Schöpfungen des Formenschneiders aus Holz, Stein und Eisen gezeigt. Anschaulich wird auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse auch das geschichtliche Umfeld seines Lebens und Wirkens dargestellt. 

Philipp Soldan lebte von etwa 1500 bis 1570 und war ein Zeitgenosse des hessischen Landgrafen Philipp des Großmütigen (1504-67), der als Partner Martin Luthers einer der wichtigsten politischen Führer der Reformation in Deutschland war. Der Fürst war zugleich der wichtigste Auftraggeber für Philipp Soldan. Dieser schuf für ihn unter anderem den so genannten Philippstein im Kloster Haina als syombolhaftes Monument der Reformation in Hessen. 

Soldans Werk umfasst auch zahlreiche gusseiserne Ofenplatten, die zum Teil biblische Motive zeigen, zum Teil auch Luthers reformatorische Botschaft verbreiten. Für diese Platten fertigte Soldan aus Birnbaumholz die Vorlagen an. Die Abgüsse finden sich heute in zwei Dutzend Museen und Schlössern, so in Marburg, Kassel und Schmalkalden, aber auch in Nürnberg, Metz und Kopenhagen. Nach den Worten der Kunsthistorikerin Dr. Birgit Kümmel, die das Projekt leitet, zählen die von Philipp Soldan geschnitzten Figuren zu den bedeutendsten Denkmälern der Renaissance in Deutschland. 

Die Ausstellung wird von der Stadt Frankenberg (Eder) gemeinsam mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg ausgerichtet und ist als eigenständiger Beitrag zum Luther-Gedenkjahr 2017 gedacht. Finanziert wird sie, wie der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß mitteilte, je zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln und privaten Spenden. Die Schirmherrschaft haben der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und  Annette Viessmann übernommen. Frau Viessmann ist Vorstandsmitglied einer Stiftung der Viessmann-Gruppe in Allendorf, die als Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen das größte Unternehmen der Region ist. 

Das Kuratorenteam hat sich nach den Worten der Projektleiterin Dr. Birgit Kümmel „ein sehr ehrgeiziges Programm“ vorgenommen. Im Zentrum steht die Präsentation von Soldans Werken an drei Orten in Frankenberg. Das 1509 erbaute historische Rathaus ist selber ein Denkmal der Epoche und zeigt an seiner Außenwand drei hölzerne Skulpturen Soldans, die als Balkenstützen (Knaggen) des historischen Fachwerkbaus dienen.

Im Museum im Kloster St. Georgenberg befinden sich 30 der insgesamt 32 Balkenköpfe, die Soldan um 1529 für die Frankenberger Liebfrauenkirche geschaffen hat und die durch ihre individuelle Ausdruckskraft herausragen. Erstmals seit 1952 werden sie wieder mit den beiden restlichen Balkenköpfen vereint, die sich im Marburger Museum für Kunst und Kulturgeschichte befinden und für die Ausstellung ausgeliehen wurden.

Der dritte Spielort ist ein historisches Haus mit einem mittelalterlichen Speicher und Gewölbe, wo mit Schautafeln und Objekten das historische Umfeld Soldans und die für ihn wichtigen Zeitgenossen porträtiert werden.  

Parallel zur Ausstellung gibt das Kuratorenteam, dem auch die Historiker Kirsten Hauer und Friedhelm Krause sowie die Autorin Christiane Kohl angehören, einen umfassenden Bildband über das Werk Philipp Soldans heraus. Er erläutert die verschiedensten Facetten seines künstlerischen Schaffens über den Rahmen der Ausstellung hinaus.  

Die Autorin Christiane Kohl erklärte dazu, in der Phase der Reformation habe Nordhessen durch Landgraf Philipp den Großmütigen seinen „großen Auftritt in der Weltgeschichte“ gehabt. Die Landgrafschaft habe damals eine Pionierrolle gespielt. Und Philipp Soldan sei es zu verdanken, dass auch Frankenberg „sich in die Riege der Reformationsstädte einreiht“. Die Stadt habe in jener Zeit eine kulturelle Blüte erlebt, unter anderem seien aus der damals bestehenden Lateinschule auch andere bedeutende Persönlichkeiten hervorgegangen, etwa der Priester Wigand Gerstenberg als einer der bedeutendsten Chronisten in der Geschichte Hessens.  

Die Finanzierung des Projekts wird zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln von der Hessischen Kulturstiftung, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und der Stadt Frankenberg bestritten. Den Rest steuern als Sponsoren verschiedene bedeutende Unternehmen der Region bei, so die Viessmann-Gruppe in Allendorf und die Sparkasse Waldeck-Frankenberg. Daneben leisten  auch die Firma FingerHaus, die Frankenberger Bank und die Volksbank Mittelhessen sowie die regionalen Energiegesellschaften EWF und EGF Unterstützung, ebenso der Frankenberger Lions Club und der Rotary Club.  

Zum Kreis der Kooperationspartner gehören ferner die Evangelische Kirche im Kirchenkreis Eder, das Museum Bad Arolsen, das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Marburg, das Hessische Landesamt für Geschichte sowie mehrere Geschichtsvereine. Dies sind der Verein Kreisheimatmuseum Frankenberg e.V, der Kunsttreff Frankenberg e.V., der Zweigverein Frankenberg des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde sowie der Verein der Freunde des Klosters Haina.  


Ausstellungsorte:
Rathaus (ganztägig)
Haus am Geismarer Tor, Geismarer Straße 3
(Mittwoch und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr)
Museum im Kloster Frankenberg, Bahnhofstraße 14 
(Mittwoch und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr)

Information:
Museum im Kloster Frankenberg 06451 - 743672
Ederbergland Touristik 06451 - 2 30 63 41 

Presseauskünfte:
Dr. Birgit Kümmel, Projektleiterin, Leiterin des Museums Bad Arolsen 
Tel. 0591 – 625.734, 0170 – 4711.906
Klaus Brill, Journalist, Tel. 06455-755.195; 0176 – 4191.5502 

(PM)
 

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    7-Tage-Inzidenz
    0,0
     
    Todesfälle 5  
    Kumuliert
    (Aktuell + Genesene + Todesfälle)
    434  

    Quelle: corona.rki.de - Hinweis: Diese Daten werden immer nachts aktualisiert.

     
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