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Krimi-Fans aufgepasst: Die Frankenberger Buchhandlung Jakobi bietet gemeinsam mit dem heimischen Autor Michael Wagner einen ganz besonderen Tagesausflug an. Am 12.08.2017 geht es per Reisebus in das Märkische Sauerland. Dort nämlich spielt die Handlung von Wagners Debütroman Lünsch-Mord, der vergangenen Herbst im Bastei-Lübbe-Verlag erschienen und bereits in die zweite Auflage gegangen ist.

"Die Idee entstand im November, als Michael Wagner in meinem Geschäft aus seinem Buch gelesen hat", erinnert sich Inge Jakobi. "Der spontane Gedanke stieß bei den Zuhörern sofort auf großes Interesse; aber natürlich wollten wir bis zur warmen Jahreszeit warten, damit nicht nur die Lesung unter freiem Himmel stattfinden kann, sondern es auch so richtig Spaß macht, gemeinsam die Handlungsorte anzusehen."

Nach der Ankunft in der "sauerländischen Metropole" Lüdenscheid wird am 12. August zunächst eine kleine Rundfahrt durch die Stadt des Romans Lünsch-Mord auf dem Programm stehen (Lünsche=plattdeutsch für Lüdenscheid), bevor es zu einem sehr geheimnisvollen Ort geht – einer seit bald 90 Jahren stillgelegten Sprengstofffabrik, die heute noch als Ruinenstadt existiert und die in Wagners Buch eine wichtige Rolle spielt.

Nur einen Steinwurf entfernt – in einem herrlich gelegenen Garten – wird der Autor dann ausgewählte Passagen aus seinem Roman lesen. Für eine Ausweichmöglichkeit bei schlechtem Wetter ist ebenso gesorgt wie für eine kleine Stärkung zwischendurch.

Die Rückkehr nach Frankenberg ist für den frühen Abend vorgesehen.

Der Preis für die Tagestour wird zwischen 24 und 27 Euro betragen; Anmeldungen nehmen Inge Jakobi und ihre Mitarbeiterinnen im Ladengeschäft an der Neustädter Straße 26 oder telefonisch unter (0 64 51) 230 514 entgegen.

Der Sauerlandkrimi Lünsch-Mord ist erschienen bei Bastei Lübbe und kostet 9,90 Euro als Taschenbuch (ISBN 978-3-404-17426-3) sowie 8,49 Euro als E-Book (ISBN 978-3-7325-3075-5).

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Dem Renaissance-Künstler Philipp Soldan wird in seiner Heimatstadt Frankenberg (Eder) im Sommer eine große Ausstellung gewidmet – Luthers Botschaften auf eisernen Ofenplatten. 

Der Renaissance-Künstler Philipp Soldan wird in diesem Sommer in seiner Heimatstadt Frankenberg (Eder) in Nordhessen erstmals mit einer großen Ausstellung als „Bildhauer der Reformation“ geehrt. Wie die Träger des Projektes mitteilten, soll eine möglichst große Zahl von Werken des Formenschneiders zusammengetragen und in Frankenberg an drei historischen Orten gezeigt werden. Dabei wird auch das historische Umfeld seines Lebens und Wirkens anschaulich dargestellt, außerdem können neue wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden.

Philipp Soldan lebte von etwa 1500 bis 1570 und war ein Zeitgenosse des hessischen Landgrafen Philipp des Großmütigen (1504-67), der als Partner Martin Luthers einer der wichtigsten politischen Führer der Reformation in Deutschland war. Der Fürst war zugleich der wichtigste Auftraggeber für Philipp Soldan. Dieser schuf für ihn unter anderem den so genannten Philippstein im Kloster Haina als sinnbildliches Monument der Reformation in Hessen.

Soldans Werk umfasst auch zahlreiche gusseiserne Ofenplatten mit biblischen Motiven, für die er aus Birnbaumholz die Vorlagen fertigte. Sie finden sich heute in zwei Dutzend Museen und Schlössern, so in Marburg, Kassel und Schmalkalden, aber auch in Nürnberg, Metz und Kopenhagen. Nach den Worten der Kunsthistorikerin Dr. Birgit Kümmel, die das Projekt leitet, zählen die von Philipp Soldan geschnitzten Figuren zu den bedeutendsten Denkmälern der Renaissance in Deutschland.

Die geplante Ausstellung, die die Stadt Frankenberg gemeinsam mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg ausrichtet, wird am Sonntag, dem 16. Juli, eröffnet und dauert bis zum 31. Oktober. Sie ist als eigenständiger Beitrag zum Luther-Gedenkjahr 2017 gedacht und reiht sich ein in eine große Zahl weiterer Aktivitäten, mit denen in Nord- und Mittelhessen an den  Landgrafen Philipp als Pionier der Reformation erinnert wird. Finanziert wird die Ausstellung, wie der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß mitteilte, je zur Hälfte aus privaten Spenden und öffentlichen Mitteln. Die Schirmherrschaft übernehmen  der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und  Annette Viessmann als Vorstandsmitglied einer Stiftung der Viessmann-Gruppe in Allendorf, die als Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen das größte Unternehmen der Region ist.

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Über die Malerdynastie der Familie Tischbein, deren Stammeltern vor 300 Jahren im Kloster Haina lebten, hat die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Sitt neue Erkenntnisse gewonnen. Zusammen mit Studierenden der Kunsthochschule Kassel eröffnet sie am kommenden Sonntag, dem 9. April, um 14:00 Uhr mit einem Vortrag in der Winterkirche des Klosters Haina eine Ausstellung, die  eine neue Sicht auf den bekanntesten der rund zwei Dutzend Maler und Malerinnen, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829), erlaubt. Er wurde berühmt durch sein Porträt von Johann Wolfgang Goethe, das im Jahr 1786 in Rom entstand und heute im Frankfurter Städel-Museum hängt. Das Bild zeigt den Dichter mit großem Hut und weißem Mantel, auf antiken Ruinen lagernd, vor dem Hintergrund der römischen Campagna.       

Prof. Dr. Martina Sitt, die an der Kunsthochschule Kassel den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte innehat, verbrachte im vorigen Jahr mehrere Monate in Rom und arbeitete dort unter anderem in der Casa Goethe. Diese Einrichtung im Zentrum der Stadt befindet sich in den Räumen jener Wohnung, in der Goethe, Tischbein und eine Reihe weiterer junger deutscher Künstler in der Zeit um 1780-90 wohnten. „Tischbeins römisches Leben war geprägt von erfüllten, aber auch unerfüllten Hoffnungen“, sagt die Kunsthistorikerin. „Zwar konnte er Beziehungen zu wichtigen Zeitgenossen aufbauen, aber seine Gemälde erzielten nicht die gewünschte öffentliche Aufmerksamkeit. Auch sein Erstlingswerk ‚Konradin von Schwaben‘ blieb unter Verschluss in einem Privatzimmer des Herzogs von Gotha.“

In Tischbeins Memoiren, die Sitt aus der ursprünglichen Textvorlage neu erschlossen hat, wird der Künstler nach den Worten der Forscherin als ein guter Beobachter und Beschreiber erkennbar. Er kommentierte die in Rom zu sehenden Werke der Antike und der Renaissance sowie die Malweise von Künstlern seiner Zeit. „Die Erfahrungen, die der durchaus belesene Tischbein sammelte, vermitteln einen ganz eigenen Blick auf die römische Periode des Malers, der schließlich in Neapel seine Berufung als Direktor der dortigen Accademia di Belle Arti fand“, sagt Prof. Dr. Sitt. „Um die Memoiren selbst galt es zunächst noch einige Rätsel zu lösen, welche die Ausstellung anschaulich vermittelt.“

Die geplante Präsentation wurde unter Leitung von Martina  Sitt von einem Team des Studiengangs Kunstwissenschaft an der Universität Kassel aufgebaut und wird vom Verein der Freunde des Klosters Haina materiell und finanziell unterstützt. Zu der Studiengruppe gehören Lisa Beutler, Alina Hanske, Julia Werner und Julia Krause. „Wir schätzen uns glücklich und sind von Herzen dankbar, dass Frau Prof. Dr. Sitt und ihre Studentinnen nun schon im dritten Jahr so viele neue und interessante Aspekte aus dem Leben und Wirken der Tischbein-Sippe im Kloster Haina präsentieren“, erklärte dazu der Vorstand der Freunde des Klosters Haina e.V. „Wir sind sicher, dass die Resonanz bei den Besuchern ebenso gut sein wird wie in den vergangenen Jahren.“

2016 hatten die Kasseler Kunsthistorikerinnen große öffentliche Aufmerksamkeit erregt, als sie erstmals den Fokus auf die weiblichen Mitglieder der Familie Tischbein gerichtet hatten. Diese standen als  Malerinnen seit dem 19. Jahrhundert im Schatten ihrer berühmteren Väter, Brüder und Cousins, obwohl sie zu Lebzeiten ebenfalls als Künstlerinnen öffentlich anerkannt waren.  

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Im Frankenberger Stadthaus sind derzeit Arbeiten der Künstlerin Ulrike Rupprecht zu sehen. Die Malerin und Lehrerin des örtlichen Gymnasiums, der Edertalschule Frankenberg, hat die Bilder speziell für das zweite Stockwerk des Stadthauses ausgesucht und hat der Ausstellung den Titel „Oberflächlich betrachtet“ gegeben.

Die Werke sind thematisch aus drei Bereichen zusammengestellt. Detailgetreue und fotoähnliche Ansichten von Bäumen hängen hier neben Interpretationen von komplexen Spiegelungen und Buddha-Statuen mit glänzender Oberfläche. Die insgesamt acht Werke auf Leinwand sind sorgfältig ausgewählt und wie für diesen Ort gemacht. Sie laden die im Stadthaus arbeitenden städtischen Bediensteten sowie Besucher zum Verweilen und Betrachten ein und machen die Wände „lebendig“.

Die Ausstellung im 2. Stock des Stadthauses (Obermarkt 7–13, Frankenberg) ist ab sofort für interessierte Besucher zugänglich, jeweils während der regulären Öffnungszeiten des Stadthauses. (PM)

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Unter dem Titel „Philipp Soldan – Bildhauer der Reformation“ wird im Sommer in Frankenberg (Eder) eine große Ausstellung zu sehen sein. Philipp Soldan gilt als einer der herausragenden Künstler der Stadt. Für das Reformationsjubiläum hat sich in der Stadt eine Initiative zusammengefunden, um den Bildhauer vorzustellen und seine Werke neu zu betrachten.

Gemeinsamer Veranstalter sind die Stadt Frankenberg (Eder) sowie der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Vereinen und Institutionen. Die Kunsthistorikerin und Bad Arolser Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel stellte vergangene Woche zusammen mit Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß und den Kuratoren des Projekts das Konzept der Ausstellung vor.

Nach der festlichen Vernissage am 16. Juli 2017 in der historischen Rathausschirn wird die Ausstellung bis 31. Oktober an drei historisch wichtigen Orten gezeigt: im Frankenberger Rathaus, dem Haus am Geismarer Tor sowie dem Museum im ehemaligen Kloster Georgenberg. Zu sehen sein werden sowohl Originalexponate als auch eine digitale Werkschau.

Die Ausstellung soll Stadt- und Reformationsgeschichte, Kunst- und Technikgeschichte und die entsprechenden Akteure unter besonderer Berücksichtigung von Philipp Soldan verbinden und neue Erkenntnisse der Forschung berücksichtigen.

Philipp Soldan war in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Hessen und darüber hinaus tätig. In Frankenberg (Eder) führte er eine Werkstatt und schuf dort sein umfangreiches plastisches Werk in Holz, Stein und Eisen – unter anderem die berühmten Huckepackfiguren am Frankenberger Rathaus. Selbstbewusst und der neuen Zeit und ihren Ideen folgend signierte Soldan mit seinem Monogramm oder seinem vollen Namen jeweils an zentraler Position. Die Ausstellung beschäftigt sich mit seinem geschichtlichen Umfeld, seinem Werdegang, verschiedenen Zeitgenossen und Auftraggebern sowie seinen Techniken, Materialien und Werkzeugen.

Das Kuratorium des Projekts setzt sich zusammen aus Kunsthistorikerin Dr. Birgit Kümmel, den Historikern Kirsten Hauer und Friedhelm Krause sowie Autorin Christiane Kohl. Darüber hinaus arbeiten mit: Klaus Brill, Prof. Dr. Helmut Burger, Dr. Horst Hecker, Petra Hegmann, Hans Papenfuß, Ruth Piro-Klein, Karl-Hermann Völker, Dr. Hartmut Wecker und Heiner Wittekindt sowie zahlreiche Kooperationspartner.

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    Stand 27.10.2020

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    Quelle: corona.rki.de - Hinweis: Diese Daten werden immer nachts aktualisiert.

     
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