Harald Becker

Harald Becker

Herausgeber von www.frankenberger-land.de.
Jahrgang 1971
redaktion@frankenberger-land.de

Ein sicherlich beeindruckendes Konzert mit seinem sowohl geistlichen als auch folkloristischen Repertoire wird der Don-Kosaken-Chor Maxim Kowalew am Dienstag, dem 30. Januar, um 19.00 Uhr in der neuen Kirche (Kirchstr.3) von Allendorf (Eder) geben.

In zahlreichen fast immer ausverkauften Vorstellungen sorgen die kraftvollen Männerstimmen mit einem unglaublichen Stimmenumfang für ein Gänsehaut-Gefühl bei den Besuchern- sei es bei der Präsentation der geistlichen Gesänge oder den folkloristischen Liedern wie den bekannten Abendglocken oder auch dem Wolgalied. Diesen stimmlichen und emotionalen Hochgenuss sollte man sich nicht entgehen lassen.

Konzertkarten gibt es bereits jetzt zum Preis von 19 Euro im Vorverkauf (Abendkasse 22 Euro) bei den folgenden Vorverkaufsstellen:

  • Ev. Pfarramt, Kirchstr. 3 (06452/1247) dienstags 13.30 - 17.00 Uhr
  • Gemeindebüro Kirche vor Ort, Ringstr.5 (06452 9390304)
  • Sparkasse Battenberg in Allendorf (Eder), Bahnhofstr. 23 (06452/6844)
  • Frankenberger Bank in Allendorf (Eder), Bahnhofstr. 13 ( 06451/72870)
  • Battenberg. Bücherstube Dodenau, Am Seifen 6 (06452/1857)
  • Buchhandlung Inge Jakobi, Frankenberg (Eder), Neustädterstr. 35 (06451/230514)
  • HNA Konzertkarten Service Bahnhofstr.21
  • sowie unter ww.reservix.de
  • (PM)
Montag, 27 November 2017 14:05

Wir bringen Jobs und Bewerber zusammen

Ab sofort bieten wir auf www.frankenberger-land.de einen neuen Service für Arbeitgeber und Jobsuchende oder solche, die es werden wollen: die Stellenbörse im Regionalportal. Hierbei wollen wir neue Wege gehen, wir wollen die Stellenanzeigen dahin bringen, wo die Bewerber sind.  

Mal ganz offen gefragt: Wann hast Du das letzte Mal ein Onlinestellenportal oder eine Karriere-Seite der Firmen im Frankenberger Land besucht? Das haben wir uns gedacht!

Wenn man nicht gerade gezielt nach einer neuen Stelle sucht und man auch nicht regelmäßig die Anzeigenteile der Zeitungen durchforstet, geht einem vielleicht so manche neue Herausforderung verloren, die man vielleicht in Betracht ziehen würde, auch wenn man nicht sucht.

Deshalb wird ein großer Anteil unserer Stellenbörse die Einbindung unserer Reichweite innerhalb der sozialen Netzwerke sein.

Manche Jobs können halt nicht warten, bis man sie zufällig findet.

Du hast ein Unternehmen, bis Personalleiter oder kennst jemanden, der jemanden kennt? Dann klick hier auf www.frankenberger-land.de/stellenboerse und hinterlasse Deine Kontaktdaten. Wir werden uns umgehend melden.

Die Aufklärung und Früherkennung von Herzschwäche standen in diesem Jahr im Mittelpunkt des 16. Herztages, den die Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie des Kreiskrankenhauses Frankenberg, mit ihrer Chefärztin Dr. Elisabeth Pryss organisierte.

Rund 240 Besucher verfolgten die Vortragsveranstaltung in der Ederberglandhalle, die im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung stattfand. Seit 1999 ist die Veranstaltung, die der damalige Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Harald Schmid initiierte und etablierte, fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Kreiskrankenhauses.

Chefkardiologin Dr. Elisabeth Pryss stellte in ihrem Vortrag „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie“ in den Vordergrund. Neben anschaulichen Beispielen zur gezielten Diagnose und Beschreibung des Krankheitsbildes zeigte sie auch die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten für Herzschwäche auf. Ein besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die modernen Herz-Ultraschallmethoden.

„Bewegung als Therapie“ war das zentrale Thema von Dr. Andreas See, hausärztlicher Internist in Battenberg: Die Zuhörer bekamen nicht nur die Vorteile und Möglichkeiten der Kinetik, eines Gehirntrainings mit und durch Bewegung, humorvoll präsentiert, Dr. See machte dazu lockere Bewegungsübungen mit dem Publikum, ließ Hände in die Höhe schnellen oder holte sich mit Fußgetrappel Zustimmung für seinen Vortrag.

Dr. Günter Giebing, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie am Nephrologischen Zentrum Nordhessen, ging in seinem Vortrag auf den Zusammenhang von Herz und Nieren ein. An Beispielen erklärte er, warum Herz- und Nierenschwäche oftmals als „Paar“ aufträten und welche Möglichkeiten der Behandlung gezielt möglich seien.

Neben den Vorträgen genossen die Besucher die vom Küchenchef des Kreiskrankenhauses Frank Raquet zubereitete herbstliche Kürbissuppe. Außerdem konnten sie sich bei der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe, der Herzsportgruppe oder beim Förderverein des Kreiskrankenhauses informieren. Der nächste Herztag findet im kommenden Jahr am 1. November 2018 statt.

Hintergrund: Herzschwäche frühzeitig erkennen

In Deutschland schätzen Experten die Zahl der Patienten mit einer Herzschwäche auf zwei bis drei Millionen. Bei der chronischen Herzschwäche nimmt die Pumpkraft des Herzens soweit ab, dass nicht mehr genügend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu Organen wie Gehirn, Nieren oder Muskeln gepumpt wird.

Neu hinzu kommen jedes Jahr 300.000 Patienten, 50.000 sterben an dieser Krankheit. Doch sind in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei den Therapiemöglichkeiten erzielt worden. Die Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen, vor allem der koronaren Herzkrankheit (KHK)/Herzinfarkt und des Bluthochdrucks. Aber auch Rhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung, und Herzklappenkrankheiten sind mögliche Ursachen.

Problem ist oftmals, dass die Patienten die Herzschwäche und die damit verbundenen Beschwerden, wie Leistungsabfall, Atemnot oder geschwollene Beine als altersbedingte Probleme hinnehmen und nicht weiter abklären lassen. „Jeder, der an Atemnot leidet, sollte einen Arzt aufsuchen und abklären, ob es sich um eine Herzschwäche handelt,“ mahnte Chefkardiologin Dr. Elisabeth Pryss. „Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, um größer sind die Möglichkeiten, sie wirksam zu behandeln, einen lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit zu verhindern und die Lebensqualität zu erhalten.“(PM)

Das Geheimnis um einen weiteren Künstler beim Hessentag ist nun gelüftet.  Adel Tawil wird am 26. Mai 2018 in der Open-Air-Arena auf der Bühne stehen.

Mit über 5 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart und wurde mehrfach mit dem Echo ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien "Erfolgreichster Künstler Rock/Pop National" sowie "Bester Live Act National". Adel Tawil gilt mit seinen Erfolgen als einer der deutschen Ausnahmekünstler. Er hat im Laufe seiner Karriere auf unzähligen Konzerten weit über 1 Million Zuschauer begeistert.

2017 veröffentlicht der Berliner Sänger, Songschreiber und Produzent sein neues Album mit dem er in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tour geht. Als Veranstalter der "ADEL TAWIL - so schön anders Tour" zeichnet erneut die Berliner Konzertagentur Live Legend verantwortlich.

Als Headliner des zweiten Tages eines dreitägigen hr3-Festivals (25.-27. Mai 2018) kommt Adel Tawil auf den Hessentag nach Korbach in die Open-Air-Arena. Einlass ist um 18 UhrEinzeltickets (ab 39 €) sind ab sofort erhältlich. Sobald die Headliner der anderen beiden Tage feststehen, wird es auch ein vergünstigtes Festival-Ticket zu kaufen geben.

Tickets erhalten Sie im Bürgerbüro der Stadt Korbach, online unter www.hessentag2018.de, telefonisch über die Hessentags-Tickethotline 01806 / 997702 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen), im Online-Ticketshop des Hessentagspartners Eventim (www.eventim.de) und in allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

Hautnah dabei sein und den Hessentag bei unseren Nachbarn in Korbach im kommenden Jahr aus einer ganz anderen Perspektive erleben - das können die ehrenamtlichen Helfer, die sich bei vielfältigen Aufgaben einbringen. Schon etwa 200 Personen haben sich gemeldet, für das große Landesfest werden weitere Freiwillige gesucht.

Zum Hessentag werden vom 25. Mai bis zum 3. Juni etwa 700.000 Gäste in die Kreisstadt strömen. Um diesen Besucheransturm und die damit verbundenen Anforderungen zu bewältigen, braucht es zahlreiche Helfer. Das „Team Korbach“ bildet sich gerade, dafür sucht die Stadt Freiwillige, Mitglieder der beteiligten Vereine, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Organisationen oder Institutionen. „Gerne können Sie uns auch unterstützen, wenn Sie außerhalb von Korbach wohnen“, sagt der Hessentagsbeauftragte Karl- Helmut Tepel. 

Die Einsatzgebiete sind vielfältig und reichen von Auf- und Abbau bei Veranstaltungen über das Einweisen beim Hessentagsumzug, die Betreuung von Ehrengästen und Gästen mit eingeschränkter Mobilität, Fahrdiensten bis hin zur Unterstützung vor und hinter den Aktionsbühnen und bei Sportveranstaltungen. Springertätigkeiten und Allrounder sind ebenfalls gefragt.

Wer als Helferin oder Helfer dabei sein möchte, sollte mindestens 16 Jahre (in einzelnen Bereichen auch 18 Jahre) sein und für mindestens drei Einsätze zur Verfügung stehen. Der Einsatz wird mit einer Gastkarte belohnt, Sie erhalten Helfershirts und werden am Einsatztag verpflegt. Die Stadt Korbach lädt zudem zu einem großen Helferfest nach dem Hessentag ein.

Mehr Informationen sowie die Anmeldung finden Interessierte unter: www.hessentag2018.de/mitmachen. Bei Fragen wenden Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 05631/53-291 direkt an das Hessentagsbüro. (PM)

Am Donnerstag, den 23. November findet um 19:00 Uhr das 41. Gründerforum Waldeck-Frankenberg statt. Dieses Mal haben Gründerinnen und Gründer die Chance etwas über ein Unternehmen zu erfahren, dass bereits seit einem Jahrhundert erfolgreich auf dem Markt tätig ist: Die Bäckerei Plücker in Waldeck-Alraft, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert hat.

Alle Jungunternehmer haben die Gelegenheit bei einer Betriebsbesichtigung mehr über das familiengeführte Unternehmen zu erfahren. Im Anschluss wird Herr Roger Busch über die Förderungsangebote der WI-Bank für Gründer informieren.

Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Bäckerei Plücker GmbH & Co. KG (Zur Rittermühle 8, 34513 Waldeck-Alraft) statt. Wie gewohnt besteht im Anschluss an die Betriebsführung oder den Vortrag die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen, auch das Netzwerken soll nicht zu kurz kommen. Für das leibliche Wohl wird von der Bäckerei Plücker gesorgt sein.

Alle Interessierten können sich für die Veranstaltung via Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Telefon (06451/716080) anmelden. Für Fragen steht die Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg jederzeit zur Verfügung.

Hintergrund: Das Gründerforum ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement Waldeck Frankenberg GmbH, IHK Service-Zentrum Waldeck Frankenberg, Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg sowie der Handwerkskammer und ist als regelmäßiger Erfahrungsaustausch, Kontakt- und Informationsplattform für ExistenzgründerInnen und junge UnternehmerInnen gedacht. Die Teilnahme ist kostenlos.

24 Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft und Verwaltung sowie Bürgermeister aus den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Waldeck-Frankenberg reisten in den Voralberg nach Mäder (Österreich), um sich dort über die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) zu informieren.

Bei der Gemeinwohl-Ökonomie steht nicht die Vermehrung von Kapital im Vordergrund wirtschaftlichen Handelns sondern primär Werte wie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit oder ökologische Nachhaltigkeit. Kernelement der GWÖ ist die Gemeinwohl-Bilanz, mit der sowohl Gemeinden als auch Unternehmen ihre Leistungen für das Gemeinwohl nachweisen können.

Mäder und Nenzing aus dem Vorarlberg sind weltweit die ersten Kommunen, die in einem moderierten Prozess mit der eigenen Verwaltung eine solche Bilanz erstellt haben. Von der Größe her sind die beiden Kommunen mit Amöneburg, Cölbe oder Rauschenberg vergleichbar. Vertreter aus Mäder und Nenzing haben von ihren Erfahrungen bei diesem Prozess berichtet und dargestellt, welche Fragen sie sich gestellt haben.

Anschließend gab es die Möglichkeit in Kleingruppen konkret nachzufragen, wie zum Beispiel die Mitentscheidungsmöglichkeiten für Bedienstete sind, wie gerecht die Einkommensverteilung ist oder wie die Gemeinde dazu beitragen kann, bürgerfinanzierte Projekte zu unterstützen. Aber nicht nur Gemeinden, auch zahlreiche Unternehmen im Vorarlberg haben sich ebenso auf den Weg gemacht und eine GWÖ-Bilanz erstellt.

Welche Schwierigkeiten, aber auch welche Chancen sich für das eigene Unternehmen aufgetan haben, berichteten vier Geschäftsführer aus der Landwirtschaft, Banken- und Baubranche. Ein Besuch bei der Firma VAUDE rundete die Fahrt ab. Der Outdoor-Ausstatter aus Süddeutschland wurde vielfach für sein soziales Engagement und seine ökologischen Innovationen ausgezeichnet und ist ein Gemeinwohlunternehmen. Eindrucksvoll hat die Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz von den flachen Hierarchien in ihrem Unternehmen erzählt und wie sie die Produktionsbedingungen ständig verbessern, um umweltgerecht zu produzieren.

Organisiert wurde die Reise von der LEADER-Region Burgwald-Ederbergland in Kooperation mit der Stadt Frankenberg, der GWÖ-Regionalgruppe Lahn-Eder und der GEFAK.

Am Freitag, 03. November kommt der Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie, Christian Felber, nach Marburg und stellt sein Idee um 20.00 Uhr im Cineplex vor. Der Eintritt ist frei.

Vom 04. bis 05.November findet die Regionalkonferenz NACHHALTIG HANDELN – Wirtschaften fürs Gemeinwohl auf Hofgut Fleckenbühl in Cölbe statt. Anmeldungen sind auch vor Ort noch möglich. Das Programm und weitere Informationen u.a. zur kostenlosen Busanreise können unter www.nachhaltigkeitsregion- marburg-biedenkopf.de abgerufen werden.

 

Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Waldeck-Frankenberg und dem Caritasverband Brilon e.V. setzt sich der Landkreis dafür ein, dass die Beratungsstelle für die Müttergenesung in Waldeck-Frankenberg erhalten bleibt. Diese Kooperation ist bundesweit einzigartig. Für die Finanzierung der Stelle einer Sozialpädagogin für diesen Bereich wird der Landkreis künftig 20.000 Euro jährlich zur Verfügung stellen.

Seit rund einem Jahr konnte die zuvor vom Diakonischen Werk Waldeck-Frankenberg getragene Stelle aus finanziellen Gründen nicht mehr aufrechterhalten werden. Nach dem Ausscheiden der ehemaligen Mitarbeiterin im Bereich der Müttergenesung wurde die Stelle zunächst nicht neu besetzt. Im Verbund mit dem Caritasverband und mit der Unterstützung des Landkreises hat sich dies jetzt geändert: die Stelle ist zum 1. August wieder mit der Mitarbeiterin Svenja Kretschmer besetzt worden.

Die Sozialpädagogin berät Mütter aber auch Väter – insbesondere dann, wenn deren Lebenssituationen durch Mehrfachbelastungen im Rahmen der Familie, im Beruf, bei finanziellen Problemen oder wegen der Pflegebedürftigkeit von Angehörigen zu Gesundheitsgefährdungen führen.

Die Beratungsstelle sieht sich als erste Anlaufstelle, bei der Familien über die mit ihrer Lebenssituation verbundenen Belastungen sprechen können. Dabei informiert sie nicht nur über das Angebot von Kuren von Müttern oder Vätern mit ihren Kindern, sondern zeigt den Eltern auch andere familiäre Hilfssysteme auf, um frühzeitig weiteren Problemen entgegenzuwirken. Seit August haben in diesem Bereich schon über 25 Beratungen stattgefunden.

„Dass wir uns als Landkreis dafür einsetzen, dass ein adäquates Beratungsangebot für in ihrer Gesundheit gefährdete Familien in Waldeck-Frankenberg bestehen bleibt, steht für uns außer Frage“, betont Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Frauen- und Familiengesundheit und Stärkung der Familien.“ Dieser sei dringend notwendig, weiß die Frauenbeauftragte des Landkreises Beate Friedrich: „Viele Familien – insbesondere sozial benachteiligte oder mit allein erziehenden Elternteilen – sind zunehmend von den Herausforderungen des Alltags erschöpft.“

Das niederschwellige Angebot sei wichtig, um Familien einen Zugang zu therapeutischen und psychosozialen Maßnahmen zu ermöglichen, sind sich der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks und Diakoniepfarrer Klaus-Jürgen Fackiner sowie Elisabeth Schilling vom Caritasverband Brilon e.V. einig. „Es biete zudem einen Zugang zu wohnortnahen Unterstützungssystemen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige und leiste so einen Beitrag zum Kindesschutz und der Erziehungsverantwortung.

Insgesamt gibt es vier Anlaufstellen im Landkreis, in denen Svenja Kretschmer erreichbar ist: nach Vereinbarung bietet sie in Korbach, Frankenberg, Bad Arolsen und Bad Wildungen entsprechende Beratung an. Zu erreichen ist sie unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!oder unter Tel.: 0151 – 61319189.

Die Förderung der Müttergenesung fand ihren Ursprung in 1950 mit der Gründung der Elly- Heuss-Stiftung – Deutsches Müttergenesungswerk. Elly Heuss-Knapp, die Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss hat die Initiative damals ins Leben gerufen, um Mütter in ihrer Gesundheit zu stärken. Die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband sind Träger der Stiftung.(PM)

 

 

Portrait Svenja Kretschmer
Svenja Kretschmer © Landkreis Waldeck-Frankenberg

Interview mit Svenja Kretschmer: „Eltern stärken, heißt Kinder stärken“

 

Was ist die Beratungsstelle für Müttergenesung?

Svenja Kretschmer: „Bei meiner Arbeit im Bereich der Müttergenesung berate ich Mütter, aber auch Väter über Einzel- oder Mutter-Kind-Kuren – und zwar als medizinische Vorsorge, um die physische und psychische Gesundheit zu erhalten. Denn die Herausforderungen des Familienalltags können oft auch eine Belastung sein und zu Erschöpfungszuständen führen. In den Kuren können sich Mütter und Väter erholen, entspannen, Kraft schöpfen – und Techniken erlernen, um den Alltag auch künftig gut zu meistern.“

Was gehört zu Ihren zentralen Aufgaben?

Svenja Kretschmer: „Im Rahmen meiner Beratung spreche ich zunächst mit den Müttern und Vätern über ihren Alltag und die Familiensituation. Dabei ergeben sich sehr oft ganz individuelle Problemlagen und Herausforderungen – von pflegebedürftigen oder psychisch kranken Angehörigen über Großfamilien oder Familien mit beeinträchtigen Kindern bis hin zu Burnout- und Trauerfällen in den Familien. Je nach Situation beraten wir dann gemeinsam über mögliche Erholungs- und Unterstützungsangebote. Für die Mütter oder Väter bearbeite ich den Antrag für die entsprechende Kur und reiche ihn bei der Krankenkasse ein. Grundsätzlich haben Eltern alle vier Jahre einen Anspruch auf eine Kur. Bei Ablehnung der Kur durch die Krankenkasse biete ich meine Unterstützung beim Widerspruch an. Bei Bewilligung bereite ich die Elternteile inhaltlich und organisatorisch auf den in der Regel drei Wochen langen Aufenthalt vor. Im Anschluss besprechen wir gemeinsam mögliche weitere Unterstützungsmöglichkeiten.“

Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit?

Svenja Kretschmer: „Was ich an meiner Arbeit besonders schätze, ist die Vielfältigkeit der Familien und der individuelle Kontakt zu ihnen. Ich führe mit den Müttern und Vätern oft sehr persönliche Gespräche und empfinde es als Geschenk, dass diese sich mir so öffnen, dass ich für sie genau das richtige Erholungsangebot heraussuchen kann.

Selbstverständlich unterliege ich dabei der Schweigepflicht. Für mich ist es eine auch Herzensangelegenheit, Familien zu helfen und individuell zu beraten. Dabei ist oft viel Empathie und Gespür für Menschen erforderlich, denn keine Beratung ist wie die andere. Wenn es Eltern nicht gut geht, geht es auch den Kindern nicht gut. Die Eltern durch entsprechende Angebote zu unterstützen, heißt demnach auch, die Kinder zu stärken.

Daher erfüllt es mich in meiner Arbeit, wenn ich Familien dabei unterstützen kann, wieder ihr Gleichgewicht zu finden und ihre Mitte zu wahren.“

Warum haben Sie sich für eine Anstellung im Landkreis Waldeck-Frankenberg entschieden?

Svenja Kretschmer: „Ich bin selbst ein großer Familienmensch und habe im Landkreis Waldeck-Frankenberg meine Wurzeln. Nach meinem Studium und einigen beruflichen Stationen – unter anderen im Bereich der Kleinkindbetreuung, Kindertagesstätten und Familienzentren – war es daher für mich klar, dass ich wieder in die Region zurückkommen würde. Alles, was ich bisher in meinem Werdegang erlebt habe, kann ich in meine Arbeit im Bereich der Müttergenesung einfließen lassen: das selbstständige Arbeiten, Beratung und den engen Kontakt mit Menschen. Das macht diese Tätigkeit für mich so besonders.“

Interview: Landkreis Waldeck-Frankenberg

Frankenberg vor 500 Jahren – das war der kleine Kosmos eines Ackerbürger-städtchens mit rund 1000 Einwohnern. In den Straßen stank der Kot, es tummelten sich Hunde und Schweine. Die miserablen hygienischen Verhältnisse lösten immer wieder Epidemien aus, etwa die Pest.

Die meisten Menschen ernährten sich von der Landwirtschaft, doch gab es auch mehrere Dutzend Handwerker, unter ihnen als wichtigstes Gewerbe die Wollweber und Tuchmacher.

Ihre wirtschaftliche Blütezeit hatte die Stadt um 1500 allerdings schon hinter sich. Eine Feuersbrunst hatte am 9. Mai 1476 fast alle Häuser zerstört. Der Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte, erst 1509 wurde ein neues Rathaus errichtet – als Fachwerkbau im Stil der Renaissance, der bis heute zu den schönsten Rathäusern in Deutschland zählt. Das Gebäude steht als Symbol für eine kulturelle Blütezeit, die nicht zuletzt der Bildhauer und Formenschneider Philipp Soldan (etwa 1500-1570) als wichtigster Frankenberger Künstler repräsentiert.

Soldans Wirken und sein Zeitalter stehen im Blickpunkt einer Veranstaltung, zu der der Frankenberger Kunsttreff an diesem Freitag, dem 20. Oktober, um 17:00 Uhr in seine Räume am Geismarer Tor einlädt.

Der Stadtarchivar Dr. Horst Hecker wird im zwanglosen Gespräch mit dem Journalisten Klaus Brill die Zeit zwischen 1470 und 1570 beleuchten und dabei insbesondere das Alltagsleben und die damals einsetzende kulturelle Blüte schildern. „In der Frankenberger Stadtgeschichte war dies die interessanteste Epoche, und sie prägt das Bild und das Selbstverständnis der Stadt bis heute“, sagt Dr. Hecker.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der großen Philipp-Soldan-Ausstellung, die noch bis zum 31. Oktober im Museum am Kloster, im Rathaus und am Geismarer Tor zu sehen ist. Der Eintritt ist frei (PM)

Montag, 16 Oktober 2017 23:22

Filmherbst rund um Toleranz und Vielfalt

Unter dem Motto „Toleranter Filmherbst/-winter“ lädt das Netzwerk für Toleranz alle interessierten Menschen, vor allem auch Jugendliche, zu fünf verschiedenen Filmabenden an unterschiedlichen Orten im Landkreis Waldeck-Frankenberg ein. Die Veranstaltungsreihe erfolgt in Kooperation mit den Bähr-Filmtheaterbetrieben e. K.

Die Filme erzählen Geschichten rund um die Themen Fremdheit und Vorurteile, Flucht und Ankommen in einer neuen Umgebung. Aspekte einer Gesellschaft in Vielfalt, aber auch das Leben im ländlichen Raum werden aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Im Anschluss an die Filmvorführungen besteht jeweils die Möglichkeit zum Gespräch. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Die Filmreihe beginnt am Dienstag, 24. Oktober 2017, im Studio Kino in Willingen. Um 18.00 Uhr wird dort der Film „Ein Dorf sieht schwarz“ gezeigt. In dem Film, der im Jahr 1975 spielt, bekommt der junge Arzt Seyolo Zantoko einen Job in der Nähe von Paris angeboten. Seine Familie ist begeistert, aus Kinshasa nach Paris zu ziehen. Doch Marly-Gomont ist ein Dorf, bei dem weder die Anwohner noch ihre Kühe jemals zuvor einen Schwarzen gesehen haben.

Es handelt sich bei „Ein Dorf sieht schwarz“ um eine ebenso amüsante wie berührende Culture-Clash-Komödie, die mit dem Publikumspreis Stuttgart prämiert wurde. In der Wohlfühl-Geschichte trifft eine kongolesische Familie aus der Großstadt auf französische Dorfbewohner, deren Verständnis und Vertrauen erst gewonnen werden müssen. Der Film wird am 20. November 2017 um 20.00 Uhr erneut in Gemünden im Bürgerhaus gezeigt.

Fortgesetzt wird der Tolerante Filmwinter am 30. Januar 2018 in Bad Wildungen-Reinhardshausen mit dem Film „Aus dem Nichts“; dieser Film wird zum Abschluss der Reihe noch einmal am 19. März 2018 in Lichtenfels-Dalwigksthal gezeigt. Zwischendurch gibt es am 16. Februar 2018 in Diemelstadt-Rhoden den Film „Die andere Seite der Hoffnung“.

Das Netzwerk für Toleranz Waldeck-Frankenberg ist seit 2015 eine Partnerschaft für Demokratie und wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Es unterstützt Projekte, die sich mit den Themen Demokratiestärkung, Toleranz und Willkommenskultur beschäftigen.

Weitere Informationen können über die Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz Ursula Müller, Tel. 05631/ 954-889, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie über die Homepage www.toleranzwafkb.de abgerufen werden.

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Termine

17. Juli 2019, 13:30
Anästhesie-Sprechstunde für Schwangere

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Ohne Gewähr
Quelle: www.apothekerkammer.de

kachelmannwetter.com
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